Marathon in Tashkent

Hinter jedem Fenster ein Zimmer.

Blumenpracht

Zeitweise sahen wir nur Chevrolets - es muss wohl eine Fabrik im Land geben.

Die Metrostationen erinnern ebenfalls an Moskau.

Mutter Heimat von Usbekistan.

Menschengroße Plov-Pfanne im zentralasiatischen Plov-Zentrum. Sie reicht für mehrere hundert Portionen. Zum Umrühren nimmt der Koch eine Schaufel.

Startfoto

Diese Bögen waren in jeder Runde zu durchlaufen.

Die Erstplatzierten mit Pokal.

Sieht lecker aus - und schmeckt auch so!

Als das ungarische Läuferpaar Edit und Janos anfragte, ob wir mit ihnen nach Tashkent, die Hauptstadt Usbekistans, reisen würden, war uns die Idee sofort sympathisch. Weitere Läufer aus Ungarn und USA wurden gewonnen.

Zu siebt kamen wir also nach Zentralasien, um dieses Land marathonlaufend zu entdecken. Wir „erklommen“ den Fernsehturm, der dem Moskauer ähnelte, und fuhren mit U-Bahnen, deren Lärmpegel und die Architektur der Bahnhöfe ebenfalls an Moskau erinnerte. Auch die übrigen Nationalgebäude sowie die Straßenbreite ähnelte dem damaligen sowjetischen Vorbild. Das Nationalgericht Plov (ein in riesigen Pfannen auf einem Holzfeuerofen bereitetes Reisgericht) war dagegen usbekisch und wir genossen es im zentralasiatschen Plov-Zentrum. In dessen Nähe der Sportplatzes des „FC Stuttgart“ gelegen ist.

Nach dieser Stadtbesichtigung auf eigene Faust, weil uns erstmals ein Free City Tour-Guide versetzt hatte, trafen wir die anderen Läufer, bekamen die Startbesprechung, vereinbarten den morgendlichen Treffpunkt zum Lauf, wieviel Getränke gekauft werden sollten, machten ein Gruppenfoto im Finisher-T-Shirt und stärkten uns anschließend in einem Gartenrestaurant mit üppigen Portionen.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der ersten U-Bahn zum Startort, einer Restaurant-Terrasse, wo wir unsere Verpflegung und Kleiderbeutel deponieren durften. Dort war auch eine öffentliches WC sowie Wasser zum Abkühlen. Warm sollte es nämlich werden, so dass reichlich Wasser in Flaschen bereit stand. Nach dem Gruppenfoto am Flussufer, bei dem uns der Fotograf mit einem „Guten Morgen“ begrüßte, ging es auf den Wegen am Fluss entlang in einen kleinen Park an der deutschen Botschaft und einem Amphitheater vorbei. Vorbei an der staatlichen Konzerthalle in einem weiteren Park. Diese Runde war 11-mal zu laufen. Mit der Zeit kamen Sonne und Wärme und wir freuten uns über den natürlichen Schatten an vielen Stellen der Strecke. Zum Glück hatten wir ausreichend Getränke und auch die Wachposten im Park und vor der Oper sowie die Bauarbeiter und Gärtner störten sich nicht an uns Läufern. Nach dem Zieleinlauf und noch 2,5 Motivationsrunden mit Doris, die ich zum Fotografieren nutzte, gab es die Siegerehrung mit Medaillen und Pokalen für die Erstplatzierten.

Danach aßen wir sehr lecker im Restaurant unseres Gastgebers. Der hatte zwar kein alkoholfreies Bier für ein Radler, gab dafür den Tipp, im nächsten Kiosk welches zu kaufen und dann gerne bei ihm zu trinken. Nach dieser Stärkung, etwas frischgemacht fuhren wir zu zweit zum Basar, schauten uns Leute und Stände an und danach ging es zurück zur Unterkunft, um in der Nacht den Rückflug anzutreten. Dieser verlief wie der Hinflug problemlos mit Umsteigen auf dem neuen Istanbuler Flughafen.

Das war der 79. Länderpunkt – und eine Anfrage für Kirgistan ist bereits im Postkorb.