Mit dem Segway zur Registrierung beim Bratislava-Marathon

Rückflug Atlanta Amsterdam Wien

Pylon Brücke mit Restaurant hoch über der Donau

Mein Hotel Gracia am Ufer der Donau

Historischer Marktplatz von Bratislava

Mit 2000 PS und 60 km/h auf der Donau nach Wien

Der 2000 PS Katamaran auf dem Donau Kanal in Wien

Mit dem Segway zur Registration

Guinness-Aspirant Dan Maricola mit Jürgen, Linda und Dave

Ein neuer interessanter Bericht erreichte die Redaktion von einem unserer aktivsten Weltreisenden, Jürgen Kuhlmey, diesmal vom Bratislava-Marathon:

"Die Stadt Bratislava war mir bisher wenig bekannt. Sie gehörte früher zu Tschechoslowakei und lag irgendwo östlich von Österreich. Nun aber war Bratislava die Hauptstadt des selbständigen Landes Slowakei. Hier sollte nun der Bratislava-Marathon sein.

Inzwischen bin ich auch Mitglied im Marathon-Länder Club und „muss“ in möglichst vielen Ländern einen Marathon laufen. Auf meinen früheren Geschäftsreisen in z.T. exotische Länder war dies kein Problem. Nun muss ich mir die Länder selber aussuchen und versuchen, dorthin zu reisen, wo ich noch nicht war oder wo ich gerne noch einmal sein wollte. Auf dem Rückflug von Florida in den kühlen germanischen Norden habe ich die Gelegenheit genutzt, in Amsterdam meine Frau „verlassen“ und bin gleich weiter nach Wien geflogen und schließlich mit dem Shuttlebus weiter nach Bratislava. Der moderne Reisebus fuhr vom Flugplatz Wien für 5 € einschließlich einem Cappuccino direkt zum Altstadtzentrum von Bratislava. Die Busstation lag direkt unter einer imposanten Brücke über die Donau mit einem Aussichtsrestaurant in einem Pylon, der die Brücke über die Donau an sehr langen Drahtseilen hielt und damit auch die längste Hängebrücke der Welt sein soll. Für mich war noch besonders angenehm, dass die Brücke nur ca. 100 m entfernt von meinem „Botel“ lag. Das Botel war ein ehemaliges Donau-Kreuzfahrtschiff, welches nun am Donauufer am Rande der Altstadt als Hotel diente. So war dann auch mein Auslauf jeweils ein Bummel durch die sehr hübsche historische Altstadt. Neben meinem Botel waren dann auch die Anleger für Ausflugsfahrten und weitere Kreuzfahrtschiffe. Als neben meinem Schlafzimmer ein Katamaran aus Österreich seine kraftvollen Motoren laufen ließ, eilte ich gleich raus und erkundigte mich nach dem Ziel des Bootes, der Fahrzeit und dem Preis.

Oje, das Ziel war Wien, der Preis i.O., jedoch die Rückfahrt sollte erst kurz vor 18 Uhr beendet sein. Um diese Zeit hatte ich eine Tour mit einem Segway für eine Stunde bestellt, aber auch die Startnummernausgabe sollte nur bis 19 Uhr erfolgen. Sollte ich nun auf die Segwayfahrt verzichten? - Nein! Da ich zum Glück der einzige Teilnehmer der Tour war, wurde diese nach der Besichtigung einiger Gebäude in der Nähe der Marathonmesse unterbrochen und erst einmal die Startunterlagen geholt. Jedoch stellte man bei der Ausgabe fest, dass meine Anmeldung trotz Bestätigung, die ich dabei hatte, nicht funktioniert hatte. So wurden meine Daten erneut eingegeben und ich hatte meine Startunterlagen. Für die Stadtbesichtigung reichte dann nur noch die Rückfahrt. Auf meinen Bummeln durch die historische Altstadt hatte ich sowieso schon einen sehr schönen Eindruck von dieser gepflegten Altstadt mit vielen historischen Gebäuden und den vielen Straßenkaffees erhalten. Den Rest der Besichtigungstour würde ich dann beim Marathon sehen.

Der Start des Marathon war erst um 10 Uhr. Dort traf ich dann die Freunde vom Marathon-Länder Club, u. a. Dan Micola, den ich vor einem Monat in Haiti traf und der versuchen wollte, den Guinness-Rekord mit Marathons in den meisten Ländern(über 50) in einem Jahr aufzustellen. Der bisherige Rekord liegt bei 40 Länder-Marathons/Jahr. Dann war da auch Vagn aus Dänemark, den ich schon bei der Marathon-Karibikkreuzfahrt (6 Marathon-Länder in 7 Tagen) kennen gelernt hatte und der nun auch in Afrika (7 Marathon-Ländern in 7 Tagen) dabei sein wollte. Ganz besonders gefreut hatte ich mich über das auch dem 100 MC bekannte Läuferehepaar Linda und Dave Major aus England. So wurde auch dieser Marathon wieder für mich ein Freundschaftslauf. Für den Marathon waren die Straßen der Marathonstrecke  für 2 Stunden komplett gesperrt. Man hatte den Eindruck, die Uhren waren stehen geblieben. Der Marathon führte zunächst durch Außenbezirke, dann durch die Altstadt an den vielen Straßenkaffees vorbei, über die Donaubrücke durch einen umfangreichen Park und wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Euro-Center. Meine Zeit unter 5 Stunden reichte dann gerade noch zur Qualifikation und Eintrag in die Ergebnisliste, da nach 5 Stunden die Straßen wieder frei gegeben werden mussten. Der Bratislava-Marathon war somit immerhin mein 71. Land, in dem ich einen Marathon gelaufen bin. Neben 6 "neuen" Ländern in Süd-Afrika sind in diesem Sommer noch Marathons in 5 weiteren europäischen Länderrn geplant."