Mit dem Helikopter zum Karakorum-Marathon

Flug von Istanbul nach Islamabad-Pakistan

Mit der Fallschirmspringermaschine ging es weiternach Gilgit im Norden Pakistans

mit Militärbewachung und Blaulicht zum Flugplatz von Gilgit

Landung mit dem Helikopter in Naltar beim Militär-Camp

spektakuläre Kulisse des Karakorum-Marathon

Frank und Jürgen aus Deutschland

Start zum Karakorum-Marathon in 3.400 m Höhe

Helfer und Marathonis vor eindrucksvoller Kulisse

Sieger-Ehrung des ältesten Teilnehmers durch den Ministerpräsidenten

Vor einiger Zeit erhielt ich eine Einladung von Z-adventures.org, über die ich schon verschiedentliche Weltreise-Marathons mitgemacht hatte, mich für einen kostenlosen Startplatz zu dem 1. Karakorum-Marathon in 3.400 m zu bewerben. Gefragt wurde nach meinen bisherigen sportlichen Erfolgen sowie meine Intensionen, an diesem außergewöhnlichen Marathon teilzunehmen.
Ich hatte Glück, denn nach 2 Wochen kam die Einladung nach Islamabad in Pakistan mit Wohnen in dem 5 Sterne-Hotel SERENA (Mitsponsor dieser kostenlosen Marathon-Reise) und je nach Wetterlage Transport mit dem Bus oder Flug?  zu dem Skiort Naltar im Norden des Landes. Über Istanbul ging es über Nacht (3+6 Stunden Flugzeit) Ende August mit Türkisch-Airline nach Islamabad, Hauptstadt von Pakistan. Bereits am Flughafen wurden dort die ca. 30 Marathonis von den verschiedenen Flügen empfangen und mit Blaulicht zum Hotel gebracht. Wir fühlten uns alle wie VIP-Personen.
Etwas erstaunt waren wir dann über die Gepäckkontrolle des Hotels mit Personen-Kontrolle wie auf den Flugplätzen. Schließlich wohnten wir in einem sehr schönen VIP-Hotel u.a. mit einem 25 m Schwimmbecken im Park sowie einem weiteren auf einem Dach im 3. Stock des Hotels.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach der Stadt Gilgit im Norden des Landes. Normalerweise eine 12-stündige anstrengende Busfahrt durch die Vorläufer des Karakorum-Gebirges mit vielen Kurven. Aber wegen des guten Wetters konnten wir fliegen und zwar mit einer Fallschirmspringer-Maschine der Pakistanischen Airforce. Erstaunt waren wir über die Offenheit und Freundlichkeit, wir konnten alles fotografieren und uns mit den Leuten beliebig unterhalten. Nach diesem abenteuerlichen Flug in einer Militärmaschine ging es dann im Bus wieder mit Blaulicht und Polizeieskorte zu einem in einem großen Park gelegenen weiteren sehr schönem Serena-Hotel. 
Einige der Teilnehmer waren mir von früheren Reisen bekannt. Neben Frank aus Frankfurt kamen die Teilnehmer aus 24 verschiedenen Ländern wie USA, Kanada, Togo, Argentinien, Ungarn, Polen, Dänemark usw. Jeder berichtete von seinen Erlebnissen und Plänen. Es war eine sehr interessante Runde. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Naltar, einem Skiort mit sehr langer Liftanlage. Eine beschwerliche Autofahrt sollte 3 ½ Stunden dauern, jedoch wegen des guten Wetters konnten wir wieder fliegen und zwar mit einem Militär-Hubschrauber für jeweils 10 Personen. Im Stundentakt wurden wir zu einem Feriencamp der Airforce geflogen. Für viele ein erster Hubschrauberflug in ihrem Leben.
Der Nachmittag diente zur Erkundung der Marathon-Strecke. Auch fuhren wir mit dem Sessellift in eine Höhe von 3.400 m wo am nächsten Morgen um 5 Uhr noch in eisiger Kälte der Start sein sollte, um die zu erwartenden Hitze im Tal weitgehend zu vermeiden.  Nach dem Start ging es zunächst auf einem steilen und  steinigem Schotterweg nach Naltar, wo mehrere Runden zu absolvieren waren und wo uns die Dorfbewohner und Schulkinder dann zujubelten. Die Runde ging vorbei am Camp, durch das Dorf, war mit  Steigungen versehen und endete nach einer Flaggenparade der 24 Länder der Teilnehmer schließlich an einem großen Siegestor.
Nach dem Finish des letzten Läufers gab es eine erste Siegerehrung durch den Luftwaffenchef.
Als Abschluss dieses ersten Marathons in Pakistan wurde auf dem Gelände des Militärcamp ein großartiges Büfett veranstaltet mit anschließenden Darbietungen einheimischer Tänze.  Am nächsten Tag ging es per Flieger über Gilgit zurück nach Islamabad. Durch die gesparten Busfahrten blieben uns noch 2 Tage in Islamabad für Besichtigungen der Museen mit der Geschichte des Landes, für die Besichtigung (aber bitte ohne Schuhe) einer der größten Moscheen der Welt, sowie den Besuch eines traditionellen Marktes und eines sehr modernen Einkaufzentrums.
Zum Abschied dieser außergewöhnlichen Marathon-Reise gab es in Islamabad in unserem 5-Sterne Hotel SERENA ein großes Bankett(ca. 200 Gäste) mit Regierungsvertretern und dem Minister-Präsidenten. Wir internationale Läufergruppe hatten nach diesem Besuch des Landes den Eindruck, dass Pakistan auf dem Wege zu einer modernen Zukunft ist. Man pflegt hier einen liberalen Islam und man distanziert sich bewusst zu Afghanistan.
Für mich eine unvergessliche Reise.