M. k. p. Ws!

Teichwiesen

Ab hier: Bilder aus Kassel, Michael (Mr. Statistic) Kiene und Sylke Kuhn

Christoph und Moja

Duathlon??? Ultra-Meyer auf dem Rudertrainer!

Drei Marsberger vor Claes Oldenburg (Documenta Kunstwerk von 1982, documenta7)

Blick auf die Drahtbrücke

Kleine Pause!

Hauptsache der Christoph wird nicht disqualifiziert, weil er zwischendurch mit dem Auto gefahren ist!?

Wie es sich für einen ordentlichen Deichmarathon gehört, hat der Olaf extra Schafe besorgt

Rechts der Veranstalter Olaf

M. k. p. Ws!

Meine kleine persönliche Weihnachtsserie!

 

Ein Bericht von Thorsten Stohldreier

Weihnachtsserien mit 4, 6, 11 oder weiß Gott wie vielen Marathonläufen gibt es ja mittlerweile zu Hauf in der Republik. Da ich aber über die Feiertage nicht nur laufen, sondern auch Zeit mit Freunden und Familie verbringen wollte, die nicht Laufen, habe ich mir meine ganz persönliche Weihnachtsserie aus drei Läufen gestrickt, an Orten, die ich von meinem jeweiligen Standort hervorragend erreichen konnte. Da Clubmitglieder, Freunde und Bekannte flächendeckend in einer unglaublichen Frequenz Läufe anbieten, fiel mir das nicht schwer.


Gestartet bin ich am 23. Dezember im Hamburg-Volksdorf an den Teichwiesen beim Sir Richard Arkwright Marathon. Beim Doc wurden auf der vielen Läufern bekannten Strecke 16 1/3 Runden gelaufen. Das Wetter war mit 10 ºC für den Dezember recht mild, dafür aber feucht und windig also insgesamt ungemütlich. FEM bietet eine Weihnachtsserie mit unglaublichen elf Läufen an, um die  Teichwiesen und auf anderen Hamburger Strecken.

Name des Laufs: Sir Richard Arkwright Marathon am 23.12.2017 (Serie 'Erfinder', Teichwiesen # 1429) - Lauf 3 von 11
Datum: 23.12.2017
Streckenlänge: 42,2
10 Finisher
Schnellster Mann: Wolfgang Rohwedder in 04:06:02
Schnellste Frau: Beate Gröhn in 04:13:43
Letzter Finisher nach 06:46:06 im Ziel
Frauenquote: 20%


Am 27.12.2017 ging es zu Sylke Kuhn alias Laufwerk Kassel in die nordhessische Metropole. Dort führt uns die 7 Kilometerrunde, die 6 mal zu durchlaufen ist, an beiden Seiten der Fulda über eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Nach dem Start wird ein 620 Meter langes Auftaktstück gelaufen, bevor es auf die reguläre Runde geht. Die Strecke führte uns erst auf der Westseite der Fulda auf der Fuldapromenade und dem Auedamm Richtung Norden. Zur Rechten haben wir immer Wasser, zur Linken Bootshäuser, das riesige Auebad oder den Schlosspark, die Karlsaue. Am nördlichsten Punkt der Strecke überquerten wir auf der Drahtbrücke die Fulda. Die Drahtbrücke, deren Drahtsystem an zwei Pylonen aufgehängt ist, wurde am 1. November 1870 dem Fußgängerverkehr übergeben. Die Brückenkonstruktion wurde von Henschel, einem traditionsreichen Kasseler Maschinenbaubetrieb erbaut. Bekannt war dieser für seine Lokomotiven, Flugzeuge, Lastwagen und Omnibusse. Weil die Brücke vorerst in Privatbesitz war, musste bis zum 31. März 1896 jeder bezahlen, der darauf die Fulda überqueren wollte: Fußgänger 3 Pfennig und Reiter 3 Silbergroschen. Seit dem 1. April des gleichen Jahres, als sie zum Eigentum der Stadt überging, ist ihre Überquerung kostenlos. So sparten wir Läufer jeder 18 Pfennige!
An der Fuldaostseite geht es dann gen Süden. Hier entfernen wir und etwas vom Wasserlauf, passieren erst ein Wohnquartier und dann landwirtschaftlich genutzte Flächen, auf denen sich ein riesiger Schwarm Gänse niedergelassen hat. Darauf folgt das Naherholungsgebiet Fuldaauen, welches für die Bundesgartenschau 1981 angelegt worden ist.  Am Südende er Strecke queren wir auf der Damaschkebrücke die Fulda und sind wieder am Start/Ziel/Verpflegungspunkt.

Name des Laufs: 3. 2-Länder-Serie Tag 1 von 4, Fuldapromenade-Marathon (Kassel)
Datum: 27.12.2017
Streckenlänge: 42,62
27 Finisher
Schnellster Mann: Helge Riemann in 03:42:20
Schnellste Frau: Sylke Kuhn in 04:18:53
Letzter Finisher nach 07:33:53 im Ziel
Frauenquote: 25,9%


Zum Jahresabschluss ging es dann noch zu Olaf Häsler nach Bremen. Der bietet einen Marathon im Mündungsbereich der Lesum in die Weser an. Die Lesum entsteht durch den Zusammenfluss der 118 km langen Wümme mit der 48 km langen Hamme, ist selber allerdings nur 10 Kilometer lang. Bei der Lesum handelt es sich um einen rechten Nebenfluss der Weser. Treffpunkt ist am 1974 als Hochwasserschutzbauwerk fertiggestellten Lesumsperrwerk. Dort ist auch die Verpflegung aufgebaut, unter anderem mit frisch gebackenen, warmen Waffeln! Die 8,64 Kilometer lange Pendelstrecke ist 5 mal zu durchlaufen.
Erst geht es über das Sperrwerk über die Lesum, dann über den Deich an einer Spundwand entlang. Diese erhöht den Deich nochmals, allerdings nur brusthoch, so dass man einen herrlichen Blick zu beiden Seiten hat. An einem Durchgang queren wir Deich und Spundwand und laufen nun im Tiefliegenden, von Zeit zu Zeit überfluteten Naturschutzgebiet im Mündungsdreieck von Weser und Lesum. Dort geht es bis zum Leuchtfeuer auf der Landzunge. An diesem Ende der Pendelstrecke sind wir nur 50 Meter vom anderen Ende der Pendelstrecke entfernt. Allerdings liegen 50 Meter Wasser dazwischen und genau aus diesem Grund kann keine Runde gelaufen werden. Auf dem streckengleichen Rückweg kommt nach der Verpflegung der zweite, kürzere Teil der Pendelstrecke. Hier ist der Höhepunkt das an der Vegesacker Promenade, am Wendepunkt liegende, Segelschulschiff Deutschland. Das 1927 gebaute Schulschiff Deutschland ist ein ehemaliges Segelschulschiff der deutschen Handelsschifffahrt. Das letzte deutsche Vollschiff wurde als Dreimaster gebaut und liegt  heute als maritimes Kulturdenkmal ganzjährig in Bremen-Vegesack. Von dort geht es auf gleicher Strecke zurück zum Start/Ziel/Verpflegungspunkt.

Name des Laufs: 5.Sylvestermarathon/Bremen
Datum: 31.12.2017
Streckenlänge: 43,2
13 Finisher
Schnellster Mann: Andy Krueger in 03:44:04
Letzter Finisher nach 05:31:42 im Ziel
Frauenquote: 0,0% ( wie Krombacher Alkoholfrei!)

Allen Veranstaltern und Helfern vielen lieben Dank für diese tollen Läufe!

Text:     Der Stulle
Bilder:   Der Stulle
             C. Hottas - 3