Freud und Leid in Senftenberg

und hier der Pokal etwas größer

5 Tage vor dem Start des Hallenmarathons Senftenberg erhielt Sigrid folgende Mail vom Veranstalter:

"Betreff: kein Startrecht beim Nachtmarathon!
Datum: Mon, 19 Jan 2015 12:36:17 +0000
Von: Hallenmarathon <kontakt(at)hallenmarathon.de>
An: sigrid_eichner@web.de <sigrid_eichner(at)web.de>

Sehr geehrte Frau Eichler,

bei aller Ehrfurcht vor Ihrer Marathonsammelleidenschaft und Leistung, möchten wir trotzdem darauf hinweisen, dass Sie sich nicht hätten zum Nachtmarathon-Lauf in Senftenberg anmelden dürfen.

Auf Grund der gesetzten Limitzeit für den Nachtmarathon, können Sie am Samstagabend nicht starten!!!

Bitte beachten Sie dies! Verzichten Sie hier bitte auf eine unnötige Anreise!

Für die langsameren Läufer ist extra der Morgenmarathon vorbehalten.
Wir haben Sie aus der Startliste gestrichen.
Das Startgeld 45 € wird Ihnen am Sonntag vor Ort zurückgezahlt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Joachim Weidner
Gesamtleiter Hallenmarathon"


Bei vielen Läufern stieß diese Entscheindung des Veranstalters auf Unverständnis. Ein Sportfreund verkündete im Ziel über Mikro sogar „Ich widme diesen Marathon Sigrid Eichner, die heute vom Lauf ausgeschlossen wurde.“

Nun könnte es ja sein, dass der Veranstalter nicht an Sigrids Willen und Kraft glaubte, heuer unter 5 Stunden zu laufen. Um so unverständlicher und inkonsequenter ist es dann allerdings, dass 2 Sportfreunde die mehr als 5 Stunden liefen, gewertet wurden. Sigrid erzählte mir später, dass sich Sport“freunde“ beim Veranstalter im Vorfeld beschwert hätten, dass sie auf der Meldeliste stehe und durch das Benutzen der Innenbahn andere Läufer behindern würde. Wenn man Sigrid und die anderen 5 Stunden-Läufer aber wirklich als Verkehrshindernis betrachtet, warum durften sie dann am Sonntag laufen? Strecke und Überholvorgänge waren doch dieselben.

Fragen über Fragen…am Sonntag gratulierte der Veranstalter Sigrid zu einer guten Zeit auf dieser schweren Strecke…ein bitterer Beigeschmack vom 9. Senftenberger Hallenmarathon bleibt.

Beim MorgenMarathon (auf dem Pokal sind beide „M“s groß) zeigte Sigrid dann, was in ihr steckt. Leider hinderten Krämpfe sie, die angestrebten 5 Stunden zu unterbieten. Eine 5:09:29 reichte aber zum 2. Platz der Frauengesamtwertung.

René