Aabenraa Marathon (14.12.2019)

erneut zu Gast beim 100 Marathon Club Dänemark

einige Minuten vor dem Start

die fünf Deutschen am Start: Wolfgang, Sabine, Arne, Kristin und Klaus (von links)

erst eine matschige Wiese ...

das gibt nasse Füße, besonders bei 10 Runden

noch ein Blick auf die Brücke

schöne Natur neben der Laufstrecke

die Laufstrecke wurde mit jeder Runde matschiger

Flatterband markiert den Streckenverlauf

auf dem Bild kann man das hügelige Gelände gut erkennen

die Läufer rechts laufen zum Rundenende, die Läufer links sind bereits ca. 500 Meter in der nächsten Runde

Mikael (mit Regenschirm bei seinem 300. Marathon) und seine beiden Begleiter: Lone und ihr Freund Ricky Batman

zum Glück wurde die Waschmaschine bereits erfunden

Am 14.12.2019 stand der kleine dänische Aabenraa Marathon als vorletzter Marathonlauf 2019 im Terminkalender vom Quentsch. Klaus Bangert war auf diesen Lauf vor ein paar Wochen im Internet gestoßen und hatte dem Quentsch eine E-Mail geschickt. Nach einer kurzen Absprache zwischen Klaus, Quentsch und der Quentsch Trainingspartnerin Sabine „Schnegge“ Kühl meldete der Quentsch die drei 100 Marathon Club Läufer für etwas über jeweils 10 Euro Anfang November über die Anmeldeplattform zu diesem Lauf kurz hinter der dänischen Grenze an.

Ein paar Wochen später schloss sich noch Kristin Rümenapf aus Lübeck der Fahrgemeinschaft Richtung Norden an. Das Zeitlimit für diesen Lauf war mit 5:30 Stunden in der Ausschreibung angegeben. Aabenraa ist eine recht hügelige Gegend an der Ostseeseite Dänemarks, dort findet zum Beispiel auch im Sommer der große Aabenraa Bergmarathon statt.

Aber springen wir sechs Tage zurück. Am 09.12.2019 feierte Mutter Quentsch ihren 85. jährigen Geburtstag. Da der Quentsch sie auf dem Rad die letzten zwei Jahre jeweils hauchdünn geschlagen hatte (2017 = 8037,5 zu 8000 km/2018 = 8373 zu 8360 km), hat sie in diesem Jahr nun ihre Schlagzahl deutlich auf ihrem Trimmrad im Keller erhöht und wird bis zum Jahresende zum ersten Mal in ihrem Leben die 9000 Kilometer Marke erreicht haben, außer die Maschine (gemeint ist hier natürlich das Trimmrad und nicht die 85. jährige Mutter) fällt noch vorher auseinander. Die Belastung für das Rad scheint zu hoch zu sein, auf jeden Fall macht es schon sehr verdächtige Geräusche. Der Quentsch kann bei dieser Radkilometerleistung einfach nicht mehr mithalten und wird beim Jahreswechsel wohl über 1000 Kilometer Rückstand haben. Dafür hat er allerdings etwas mehr Schwimm- und Laufkilometer als seine Mutter in der 2019 Statistik stehen.

Aber der 09.12.2019 war irgendwie auch ein trauriger Tag. An diesem Tag starb nach langer schwerer Krankheit mit Marie Fredriksson die Stimme der weltweit bekannten schwedischen Musikgruppe Roxette. Unzählige Male hatten u.a. die Lieder dieser Gruppe den Quentsch bei seinen Trainingseinheiten und Wettkämpfen auf dem Walkman und MP3 Player angetrieben. Am 25.10.2011 sah der Quentsch die Gruppe Roxette ein letztes Mal, mit einer damals schon schwer angeschlagenen Sängerin Marie, live in der O2 World Hamburg (heute Barclaycard Arena). Dass sie noch über 8 Jahre gegen ihre Krankheit erfolgreich ankämpfen würde, hätten damals sicherlich nur wenige Zuschauer erwartet.

Hier eines ihrer bekanntesten Lieder bzw. Videos, aufgenommen in der Schlossruine von Borgholm auf der Insel Öland. Auf der schwedischen Insel lief der Quentsch im August 2017 seinen 250. Marathon.

https://www.youtube.com/watch?v=yCC_b5WHLX0

Nun aber wieder nach Süddänemark zum Aabenraa Marathon. Die Temperatur am Samstag, den 14.12.2019 lag bei 3 bis 5 Grad. Insgesamt hatten sich gut 140 Läufer für die angebotenen Distanzen angemeldet. Den Marathon wollten ca. 30 Läufer unter die Laufschuhe nehmen, den Halbmarathon über 60 und ca. 50 Läufer hatten sich für weniger als die 21,1 km Distanz angemeldet. Start war um 10 Uhr. Als fünfter deutscher Läufer war übrigens Wolfgang Gröning aus Flensburg bei diesem Lauf am Start.

Wie immer in Dänemark setzte sich das Feld recht schnell in Bewegung und nach ca. 1,5 km musste der Quentsch etwas erstaunt feststellen, dass er durch ein paar Fotostopps tatsächlich auf dem letzten Platz des gesamten Läuferfeldes lag. Es waren für die Marathondistanz insgesamt 10 Runden zu absolvieren, wobei der größte Teil der leicht hügeligen Laufstrecke durch Wälder führte. Nach einer recht langsamen ersten „Fotorunde“ erhöhte  der Quentsch das Tempo und hatte nach 2:12:00 Stunden die ersten fünf Runden (30:16/25:07/25:18/24:15 und 27:02 Minuten) als schnellster Deutscher erledigt. In Runde sechs stellte sich ein totales „Laufburnout“ bei dem Kaltenkirchener ein. Der Körper hatte irgendwie überhaupt keine Lust mehr und Wolfgang Gröning konnte dem Quentsch, der eine Rundenzeit von 34:06 Minuten benötigte, davonziehen. Die letzten vier Runden wurden wieder deutlich schneller (28:08/30:19/28:10 und 27:16 Minuten), obwohl der Boden immer matschiger wurde. Nach 4:40:02 Stunden war eine weitere noch fehlende Hahn/Weber Zeit in der Statistik und Marathon Nr. 294.

Als der Quentsch nach dem Duschen beim Anziehen war, betrat auch Klaus Bangert die Kabine. Nach dem Duschen musste Klaus leider feststellen, dass in seiner Sporttasche nur noch ein T-Shirt und eine Unterhose lagen. Der Rest war nicht eingepackt worden. So setzte sich Klaus erst einmal, bis Sabine und Kristin fertig waren, ins Auto und schmiss die Heizung auf volle Pulle an. Mit einem Fahrer in Unterhose und T-Shirt wurde dann die Heimreise angetreten.

Sabine erledigte die 42,195 km in 5:39 Stunden und Kristin, die am Vortag noch einen 100 x 100 Meter Schwimmwettkampf absolviert hatte,  beendete die Veranstaltung mit ihrem Zieleinlauf nach 6:11 Stunden. Beide Läuferinnen wurden trotz des 5:30 Stunden Zeitlimits vom Veranstalter gewertet (war allerdings bereits vor dem Lauf klar). Hatte es während der ersten 5 Stunden mal mehr oder weniger geregnet, so setzte nach ca. 5 Stunden recht starker Dauerregen ein.

Insgesamt trugen sich 24 Marathonläufer (18 Männer/6 Frauen) in die Ergebnisliste dieses Laufes ein. 99 Läufer liefen zwischen einer und acht Runden.  

Fazit:

Auf einer naturschönen, stark aufgeweichten Laufstrecke präsentierte der Veranstalter in Aabenraa eine gut organisierte Veranstaltung mit 123 Teilnehmern. Die leicht hügelige Laufstrecke war hervorragend mit Flatterband markiert, die Verpflegung gut und auch über die dortigen Duschen konnte man nicht meckern. Das Startgeld mit ca. 10 Euro recht günstig, da es auch noch eine Medaille gab. Mitte Februar und Mitte März 2020 finden dort zwei weitere Events statt. Leider gibt es im Sommer dort keine Läufe.

Ergebnisse der deutschen Teilnehmer bei 24 Finisher:

4:31:05 Std. = Wolfgang Gröning
(Platz 15)

4:40:02 Std. = Arne (Quentsch) Franck
(Platz 17)

5:08:09 Std. = Klaus Bangert
(Platz 22)

5:39:04 Std. = Sabine Kühl
(Platz 23)

6:11:11 Std. = Kristin Rümenapf
(Platz 24)

Damit gingen die letzten drei Plätze doch tatsächlich an deutsche Marathonläufer!


Am 01.03.2020 wird 100 MC Läufer Klaus Bangert seinen 400. Marathon/Ultra unter die Laufschuhe nehmen. Für dieses Jubiläum wird es einen Marathon bei Bad Oldesloe (Kreis Stormarn/Schleswig-Holstein) geben. Infos über diesen Lauf findet ihr bei Veranstaltungen auf dieser Homepage. Über viele Mitläufer würde sich Klaus natürlich sehr freuen. Man darf allerdings gespannt sein, ob Klaus eventuell bei diesem Jubiläumslauf zur Abwechslung mal seine kompletten Laufklamotten vergisst.
 
           

Beim Anklicken des ersten Bildes kann man sich mit der linken Maustaste durch die kompletten hinterlegten Fotos zu diesem Bericht klicken!


AF (Quentsch) Nr. 294 (Nr. 57 in DK)